Kulturhafen e.V.

Mit dem Kulturhafen wurde im Sommer 2019 ein neuer Freiraum für kulturelle Teilhabe geschaffen. Der Kulturhafen e.V. verfolgt das Ziel, eine soziokulturelle Einrichtung zu bilden, um niederschwellige Räume für diverse Gruppen in der Stadt Hannover zu öffnen. Dabei soll das Projekt mit relevanten, gesellschaftlichen und kulturellen Werten gefüllt werden und Raum für neue Ideen geben, um so nachhaltig jungen Erwachsenen in der Stadt Hannover die Möglichkeit zu geben, aktiv zu werden. Schwerpunkt ist die Förderung von Musik und Kunst in allen Facetten sowie die Durchführung von politischen und soziokulturellen Projekten – immer mit dem Ziel als Forum zu fungieren, um bereits bestehende Communities zu stärken und neue Communities zu bilden. 

Rückblick – 2019

Im Frühjahr 2019 wurde der bislang unbespielte urbane Ort, eine ungenutzte Brachfläche am Lindener Hafen, zum Leben erweckt. In Eigenregie und mit vielen Helfer*innen wurde der Raum erschlossen, umgebaut und neu inszeniert. Im Zeitraum von Juli bis September konnten bereits zahlreiche erfolgreiche Veranstaltungen im Kulturhafen durchgeführt werden, wobei der Kulturhafen e.V. als Gastgeber, aber auch als Veranstalter selbst auftrat. 

Musikalische Diversität ist ein wichtiger Bestandteil des Konzepts. Das queere Musik- und Kunstkollektiv “Oeuvre” bediente sich bei ihrer Veranstaltung im Kulturhafen an den Genres Weltmusik, Footwork und Garage. Mit einem Facebook Livestream teilten sie ihre Performance mit der ganzen Welt. Das frisch gegründete Hip Hop, Soul & Funk Kollektiv “Gutter Loops” inszenierte ihre Debut-Veranstaltung mit einer Live-Performance. Das in Hannover gegründete House/ Disco Label “Turnland Records” präsentierte lokale und überregionale Künstler*innen und die “Kein Rauch Ohne Feuer”-Crew holte sogar einen Künstler aus Barcelona auf die kleine Bühne des Kulturhafens. Das in diesem Jahr gegründete Kollektiv “Soft Spot” möchte sichere und empowernde Räume für Frauen, LGBTQIA* und andere marginalisierte Gruppen schaffen. Die Auftaktveranstaltung fand mit einem Vernetzungstreffen zum Thema Empowerment und Awareness im Kulturhafen statt. Abschließend gab es Live-Performances von jungen Künstler*innen aus Hannover. 

Modedesign-Studierende der Hochschule Hannover gestalteten 2019 die Merchandise Kollektion des “Fuchsbau Festivals”. Die aus Secondhandware gefertigten Unikate wurden im Rahmen einer Modenschau im Kulturhafen präsentiert und ausgestellt.

Urban Art Künstler*innen wie “Kartel”“HNRX” und das Kunstkollektiv “Der Stricher Magazin” verwandelten den Kulturhafen 2019 mit ihren Kunstwerken auf dem Gelände in eine einzigartige Umgebung. 

Saison 2020

Trotz der Situation um Covid-19 hat der Kulturhafen einen Weg gefunden, als eine der wenigen Kulturstätten in Hannover, den Betrieb aufzunehmen und den Menschen in diesen Zeiten ein wenig Normalität zu bieten. In engem Kontakt mit dem Gesundheitsamt wurde dafür ein ausgefeiltes Hygienekonzept erstellt, das unter anderem auf festen Tischgruppen, Maskenpflicht, geführten Wegen und Hygiene-Stationen basiert. Dadurch wurde in einer Zeit, in der Kunst und Kultur um jede Plattform kämpfen muss, ein Raum geschaffen, in dem Künstler*innen auftreten, Workshops  und politische Diskurse stattfinden und Menschen sich, wenn auch nur auf Distanz, begegnen konnten. 

Von einer zusammen mit Start2Dance organisierten großartigen Tanzshow mit vielen Tänzer*innen, über lockere „Kulturhafen Sonnendeck“-Tage mit lokalen Kollektiven, bis hin zu Konzertabenden wie bei „The Micronaut“, wurde ein vielfältiges Programm geboten. Geplant und bereits angekündigt waren bspw. das Sommerfest des Andersraum e.V., mit vielen kommunalen Politiker*innen und einem umfangreichen Bühnenprogramm, verschiedene Workshops & politische Talks, sowie ein exklusives Konzert mit dem jungen international bekannten experimentellen Pianisten Martin Kohlsted. Letztere Veranstaltungen mussten leider auf Grund der Schließung durch das Bauamt abgesagt bzw. verlegt werden. 

Anfang Juli besuchte der Oberbürgermeister der Stadt Hannover, Belit Onay, den Kulturhafen. Hierbei wurde das Projekt an sich, sowie das Hygienekonzept und dessen Umsetzung gelobt. Dabei wurde dem Kulturhafen e.V. Unterstützung in der weiteren Durchführung des Projekts und in der Kommunikation mit der Stadtverwaltung zugesichert. 

Ende August musste der Kulturhafen aufgrund eines Schreibens des Bauamts, welches auf die nicht vorhandene Genehmigung der Nutzung der Fläche als Veranstaltungsort hinwies, den Betrieb einstellen. Diese Situation ist, obwohl der Kulturhafen unter anderem über ein Sicherheitskonzept mit Notausgängen, Brandschutz etc. verfügt, leider nicht kurzfristig lösbar. Ausblick Der überwältigende Zuspruch aus der Öffentlichkeit, sowie das Entgegenkommen seitens der Stadt, mit dem Ziel eine gemeinsame Lösung zu finden, geben uns Hoffnung auf eine gute Zukunft für den Kulturhafen. 

Ausblick

Der überwältigende Zuspruch aus der Öffentlichkeit, sowie das Entgegenkommen seitens der Stadt, mit dem Ziel eine gemeinsame Lösung zu finden, geben uns Hoffnung auf eine gute Zukunft für den Kulturhafen. 

Wir bedanken uns bei allen 24 e.V.-Mitglieder*innen und darüber hinaus natürlich auch bei allen Helfer*innen und Unterstützer*innen, die uns diese Kulturhafen Saison 2020 erst ermöglicht haben. Ohne diese Menschen, die ausnahmslos ehrenamtlich einen Großteil ihrer Freizeit dazu nutzten diesen Raum zu schaffen und zu erhalten, wäre dieses Projekt nie möglich gewesen.

Der Kulturhafen ist eine partizipatorische Plattform für jugendkulturelle Bildung und ermöglicht Freiräume für politische und kulturelle Teilhabe in der Stadt Hannover. Übergriffiges, grenzüberschreitendes, sexistisches und/oder anders diskriminierendes Verhalten wird nicht toleriert. Es wird aufeinander geachtet. Rücksichtsvolles Verhalten ist seit der ersten Veranstaltung im Kulturhafen an der Tagesordnung.

Social Media

Facebook: www.facebook.com/kulturhafen.hannover
Instagram: www.instagram.com/kulturhafen.hannover

Kontakt

info@kulturhafen-hannover.de

Kulturhafen
Eichenbrink 5, 30453
Hannover

Impressionen 2019 & 2020

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